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Motorradtour 2018


Am Freitag, 08.06.2018 um 08:00 Uhr war es soweit: Wir trafen uns am Viehmarktplatz, um zur 11. Tour zu starten. Uli kam zum ersten Mal mit seinem neuen Motorrad: Einer brandneuen BMW R1200RS mit allen Extras: Tempomat, ABS, ESA, Traktionskontrolle, Bordcomputer, Navi, Schaltassistent, Autopilot… Äh, nein, kein Autopilot. Fahren musste er noch selbst.

Wir fuhren auf der Autobahn nach Deggendorf, über die Rusel nach Schöllnach, dann über den Brotjacklriegel nach Perlesreut Hutthurm und nach Passau an die Donau. Auf der Straße an der Donau entlang kam sogar ein bisschen Italienfeeling auf. Die Mittagspause legten wir beim Bruckwirt in Obermühl in Oberösterreich ein. Wir probierten lokale Küche: Hascheeknödel, Blunzengröstl und mehr. Mit vollem Magen ging’s weiter nach Bad Leonfelden. Da wir bereits ca, 1,5 Stunden hinter unserem Zeitplan lagen, beschlossen wir, die Moldaurundfahrt auf den zweiten Tag zu verlegen und uns sofort um unser Quartier zu kümmern. Bei unserem Favoriten, der ‘Waldschenke‘ (die schreibt man tatsächlich mit ‘e‘), bekamen wir die Ferienwohnung im Haus von Oma und Opa. Die waren zwar zunächst etwas misstrauisch gegenüber fünf Bikern noch dazu aus Deutschland, aber das legte sich bald, zumal Opa, immerhin 84 Jahre alt, erst dieses Jahr mit dem Motorradfahren aufgehört hatte. Er zeigte uns auch in der Garage seine Schätze: Eine BMW R50, eine BMW R51, eine Puch und ein Puch Moped. Allesamt über 60 Jahre alt. Wir staunten nicht schlecht, aber verkaufen wollte er uns keine. Schade. Aber jetzt brauchten wir ein Bier. Zu unserer großen Überraschung hatte unser Wirt mehrere Auszeichnungen als Bier-Sommelier und dem entsprechend zwei Seiten verschiedene Biersorten auf der Speisekarte. Da mussten wir natürlich einige probieren. Anschließend ging’s in den Pool zum Baden und später zum Abendessen mit einer Fortsetzung unserer Bierprobe.

Am nächsten Tag holten wir gleich zu Beginn die Moldaurundfahrt, die wir am Vortag ausgelassen hatten, nach. Dummerweise war die Straße nach Krumlov bei Rozmberk wegen Bauarbeiten unpassierbar. Christian machte eine kleine Umfahrung ausfindig, die uns über eine hölzerne Fußgängerbrücke wieder auf die richtige Straße brachte. Wir fuhren, immer der Moldau folgend, wo viele Schlauchbootfahrer unterwegs waren, nach Krumlov und dann zum Moldaustausee. Dort gibt es viele Freizeitzentren direkt am See, aber wir sahen auch ein Hinweisschild auf einen Skilift. Das war Urlaubsfeeling pur. Zurück in Bad Leonfelden begaben wir uns auf die eigentlich für diesen Tag geplante Route. Eine tolle Cruiserstrecke führte und in Richtung Osten über Freistadt, Sandl und Karlstift nach Langschlag. Unterwegs begann es, leicht zu regnen, sodass wir kurzentschlossen die Mittagspause etwas vorverlegten. Fischwochen im Restaurant waren zwar nicht jedermanns Sache, aber es gab schließlich auch etwas Fleischiges. Entweder der Wettergott, oder das Navi waren uns nicht besonders hold, denn unser Navi führte und mit beeindruckender Präzision direkt auf ein Regengebiet zu. Glücklicherweise hielt der Regen nicht besonders lang an. Und dann kann kam unerwartet etwas Besonderes: Ein Verkehrsschild wonach die Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h begrenzt war. An sich nichts Ungewöhnliches, wenn da nicht dieses Zusatzschild darunter gewesen wäre mit der Aufschrift ‘Gilt nur für Motorradfahrer‘. Uns erwarteten knapp 20 Kilometer auf der B119 mit Kurven, Kurven, nichts als Kurven, noch dazu recht übersichtlich und kein Verkehr. Diese Strecke sollte ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen werden! So kamen wir begeistert in Grein an der Donau an und machten dort direkt am Donauufer eine kurze Pause. Aber die Unwetterwolke vom Vormittag hatte uns verfolgt und sich noch dazu Verstärkung geholt. Weil wir uns mit der nicht anlegen wollten, kürzten wir ein kleines Stück von unserer Route ab und hatten ab da nur noch Sonnenschein. Die Rückfahrt nach Bad Leonfelden führte uns durch verschiedene kleine Orte, an einigen Bächen entlang auf zum Teil neu geteerten Straßen. Am Ende dieses Tages standen 360 Kilometer auf den Tagestacho. Zum Abendessen setzten wir unsere Bierprobe fort. Aus Mut wird Übermut und so testeten wir zum Abschluss noch ein Chili-Bier. Keiner von uns hätte sich einen Kasten von diesem Gebräu nach Hause geholt, aber was tut man nicht alles für die Wissenschaft.

Am Sonntag Morgen packten wir unsere Sachen, verabschiedeten uns vom Wirt und von Oma und Opa und begaben uns auf die Heimreise. Diese führte uns über Linz nach Ried im Innkreis. Die Straße war eher gerade, so dass bei dem Ein oder Anderen wehmütige Erinnerungen an die B119 aufkamen. Zu Mittag aßen wir in St. Georgen kurz vor der deutschen Grenze. Grillteller, Steirisches Schnitzel, es waren Riesenportionen. Da wir gut in der Zeit lagen, verlegten wir unsere restliche Heimfahrt auf eine Alternativstrecke, die uns über Rottalmünster, Braunau und Burghausen nach Trostberg führte. Plötzlich blieben Christian und Peter zurück. Toni wendete und fand die Beiden an der letzten Kreuzung. Christian’s Motorrad hatte einen Schaden am Kardan und war nicht mehr fahrbereit. Das bedeutete das Ende der Tour für Christian. Er organisierte seinen Heimtransport, wir trösteten ihn noch etwas und fuhren dann weiter in Richtung Moosburg. Toni verabschiedete sich bei Schröding von uns und Peter machte sich ab Niedererlbach auf seinen Heimweg. Gestartet waren wir am Freitag zu fünft und zurück kamen wir zu zweit: Uli und Gerhard. Die Danträger eben.

Zum Schluss stellten wir fest, es müssen nicht immer nur Pässe sein, auch so eine Cruisertour hat seinen Reiz, noch dazu wenn eine B119 dabei ist.


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